Privilegierte Forderungen - Melden Sie Ihre Forderung zur Insolvenztabelle online an ganz einfach in drei Schritten

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Privilegierte Forderungen

Anmeldung

Forderung ist nicht gleich Forderung.Folgende Forderungen sind sowohl im Insolvenzverfahren, als auch in der gewöhnlichen Zwangsvolstreckung besonders privilegiert:

  • Forderungen aus einer vom Schuldner vorsätzlich unerlaubten Handlung (Z.B. Schadensersatz aus Körperverletzung, Sachbeschädigung etc.)

  • Forderungen auf Unterhalt


Im Insolvenzvefahren selbst werden diese Forderungen zwar wie alle anderen behandelt. Insbesondere besteht auch für diese ein Vollstreckungsverbot während des Insolvenzverfahrens.
Diese Forderungen bieten aber folgende Vorteile:

  • Im Insolvenzverfahren über das Vermögen natürlicher Personen werden diese von der Restschuldbefreiung nicht erfasst. Der Schuldner kann von diesen niemals befreit werden.

  • Der Gläubiger darf sogar unter die Pfändungsgrenze pfänden. Dem Schuldner bleibt nur der notwendige Unerhalt. Dies ist meist der Sozialhilfesatz.

  • Sofort nach Aufhebung oder Erteilung der Restschuldbefreiung kann der HGläubiger wieder vollstrecken.

  • Wird dem Schuldner Restschuldbefreiung erteilt, verlieren alle Insolvenzgläubiger mit normalen, d.h. nicht privilegierten Forderungen diese. Der privilegierte Gläubiger muss mit diesen somit nicht mehr konkurrierren.  

  • Auch in der gewöhnlichen Zwangsvollstreckung darf der Gläubiger in den privilegierten Bereich vollstrecken

  • Nicht-Insolvenzgläubiger (Z.B. Neugläubiger) können auch während des Insolvenzverfahrens in den privilegierten Berreich vollstrecken. Für diese gilt dass Vollstreckungsverbot nicht.

  • Typischerweise bedeutet eine privilegierte Forderung immer auch, dass der Schuldner eine Straftat verübt hat und er mit einer Strafanzeige des Gläubigers rechnen muss. Er ist somit motiviert, zu zahlen


Wichtig:

Um sich diese Rechte auch im Falle eines Insolvenzverfahrens zu erhalten, ist es aber unbedingt erforderlich, diese Forderungen im Rahmen der Anmeldung zur Tabelle, sofern zutreffend, als Forderung als solche aus einer Unterhaltspflicht oder aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung anzumelden. Wird dies vergessen, kann dies nicht mehr geändert werden.



 
 
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